Mit der Liebe ist es wie mit dem Trinken - Momente der Faszination.
Doch wenn das Delirium endet, bleibt das Schwindelgefühl und der Hohn.
Tiemo Hauer- Die Kapelle
Es sind noch genau vier Tage, aber wenn ich ehrlich bin sind es nur noch drei 1/2 Tage & dann ist er weg. Drei 1/2 Tage, in denen an und für sich noch so viel passieren könnte. Die wir, wenn er wüsste was ich fühle, noch richtig nützen könnten. Aber er weiß es nicht. Vielleicht wird er es nie erfahren, vielleicht aber sage ich es ihm auch. Wer weiß schon wann der Zeitpunkt gekommen ist, um über seinen Gefühle zu sprechen, wann man das eigenen Seelenleben offen vor der anderen Person ausbreitet um sich dadurch entweder lächerlich zu machen, oder um auf gegenseitige Zuneigung zu stoßen. Eines aber weiß ich sicherlich, es ist kein Zufall dass wir uns die letzen Tage , heute eingeschlossen, so oft begegnet sind. Das Schicksal oder auch Gott - wie ich jetzt sagen würde- will mir entweder einen Streich spielen oder es / er hat sich gedacht dass wir die Zeit die uns noch bleibt, bis er für ein Jahr ins Ausland geht noch nützen sollen. Am Samstag bin ich mit Freunden noch an den Rathausplatz gegangen & schon als ich des Nachts hin lief, wusste ich das ich ihn dort treffen werde, obwohl ich keine Ahnung hatte ob und wenn wo er unterwegs war. & als wir uns trafen und unsere lächelnden Gesichter sich fanden, war es als würde die Welt für einen kurzen Augenblick aufhören sich zu drehen. Seine Freude mich zu sehen, ließ mein Herz höher schlagen & das war der Augenblick wo ich wusste es kann nur einen in meinem Leben geben... Ihn. & heute, ich war gerade auf dem Weg in die Stadt und musste an ihn denken, da fällt mein Blick auf den VW- Bus vor mir und ich wusste- schon allein von der aufschrift- dass ist sein VW - Bus & wie es nicht anderst sein sollte, fuhr er in die selbe Richtung wie ich. Da ich meine Brille aber nicht dabei hatte, konnte ich nicht erkenne, ob er oder sein Bruder das Auto fuhren, aber als ich näher kam erkannte ich ihn. & wieder trafen sich unsere lächelnden Gesichter & als wir dann zusammen in die Stadt gingen, als hätten wir vorher was ausgemacht, sich unsere Arme bei jedem schritt leicht berührten & wir gar nicht viel sagen mussten und uns trotzdem blind verstanden, war es als wäre es noch nie anderst gewesen. Als gäbe es nur uns zwei auf der Welt.