Es war um nichts schade, was vorüber war. Schade war es um das Jetzt und Heute, um all diese ungezählten Stunden und Tage, die ich verlor, die ich nur erlitt, die weder Geschenke noch Erschütterungen brachten. Aber Gott sei gelobt, es gab auch Ausnahmen, es gab zuweilen, selten, auch andre Stunden, die brachten Erschütterung, brachten Geschenke, rissen Wände ein und brachten mich Verirrten wieder zurück ans lebendige Herz der Welt. - Hermann Hesse
Seit du gegangen bist, glich mein apathischer Gefühlszustand, einer leeren kalten Hülle. Du hattest alles mitgenommen in deinem Flugzeug nach Südamerika. Freude wie auch Schmerz. Und wenn ich lächelte oder auch lachte, war es mehr Gewohnheit als wirkliche echte tiefe Freude, einfach nur unecht & gespielt. Aber dieser Zustand konnte nicht von langer dauere sein - so dachte ich zuminderst. Ich befand mich in einem Rauschzustand völliger Gleichgültigkeit durch dessen nebelige Wand ich nur kurzweilig in die Realität eintauchte um danach gleich wieder hinter meiner dicken Nebelwand zu verschwinden. & als ich gestern so in den Sternenhimmel sah, während ich in meinem Bett lag und an nichts weiter dachte, sah ich plötzlich dein Gesicht vor meinem inneren Auge aufblitzen. Du bist zwar 100.000de Kilometer von mir entfernt & bei dir war es auch nicht Nacht so wie bei mir aber trotzdem ging mir unweigerlich die frage durch den Kopf, ob du nicht vielleicht auch abends vor dem schlafengehen, deinen Kopf aus dem Zelt streckst und den Sternenhimmel betrachtest. & als mir dann klar wurde dass du niemals, nicht in 1000 Jahren einen Gedanken an mich verschwenden würdest überrollte mich die Welle der Traurigkeit mit solch einer Intensität dass ich unterging im Sumpf der Schmerzen, die ich doch verloren geglaubt hatte. Doch nun bist du weg& bleibst für mich so unerreichbar wie nie zuvor...
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