Sonntag, 11. November 2012

I just need to be free


Frei sein. Ungebunden sein. Kein Abhängigkeit spüren. Doch ich bin kein Vogel & selbst die sind - wenn auch nur ab und an - Herdentiere. Viel zu lange war ich allein. Alleine in meiner Wohnung, alleine mit meinen Gedanken, alleine mit meinen Hoffnungen & vor allem alleine mit meinen Träumen. Doch was hat sich geändert?!? Sind wir mal ehrlich. Nichts. Neue Wohnung, neue Stadt, neue Menschen & doch gehe ich den selben Weg wie noch vor einem halben Jahr.& wie schrieb Hermann Hesse in Eine Fußreise im Herbst: " Indem ich alleine dahinmarschierte, fiel mir ein, dass ich im Grunde alle meine Wege so einsam gemacht habe, und nicht nur die Spaziergänge sondern alle Schritte meines Lebens." Es ist nicht so dass ich mir das so ausgesucht hatte. Ich hatte nur sehr früh damit angefangen, mich vor Menschen zu verschließen, Gefahren auszuweichen & zu fliehen. Gleichzeitig hatte ich nähe gesucht & meist nicht gefunden was ich gesucht hatte. Hatte mich an Menschen gehangen & geklammert - weil ich nicht verlieren wollte & was viel wichtiger war, nicht konnte. Genau das war der Grund warum sie letzten Endes dann weg waren. Also fing ich an loszulassen, sobald mir jemand zu nahe kam, sie einfach wegzuschieben. Ich erwartete zu viel, bekam zu wenig & schloss damit ab. Ich packte mein Herz in eine Schublade, verschloss diese, zog den Schlüssel  & warf ihn in die Strömung. Nur eins hatte ich in meiner Gleichung vergessen. Dies ist der Weg der Einsamen. But i just need to be free.

1 Kommentar:

  1. Schöner Text. :) Geht mir in vielen Situationen genauso. Und das sollte doch schon zeigen: du bist nicht allein.

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